Radfahren auf den Spuren der Vergangenheit

Ganze Ortschaften versanken einst in den Fluten des Möhnesees – und damit im Strom des Vergessens. Auf der "Historischen Route" erwachen sie nun zu neuem Leben. Im 100. Jubiläumsjahr des "Westfälischen Meeres" hat die Touristik GmbH Möhnesee einen neuen Radweg eröffnet – Geschichte als spannende Rundreise um den See, perfekt für den herbstlichen Fahrradausflug.

Vierzehn Stationen erinnern an die bewegte Historie von NRWs größtem Stausee. Zum Beispiel an den Bau der monumentalen Staumauer, für die Arbeiter damals ein echter Knochenjob. Vergnügte Bootspartien in den 20er Jahren, frühere Andenken-Läden, beliebte Ausflugslokale, die längst geschlossen haben, die Drüggelter Poststation und der Bahnhof Wamel: Radfahrer bewegen sich dort überall auf den Spuren der Vergangenheit.

Schilder, mit sehenswerten Fotos und ansprechenden Texten ausgestattet, geben Zeugnis von der Entwicklung des Möhnesees. Angefangen beim Verlegen des Fundaments über die Zerstörung der Talsperre im zweiten Weltkrieg bis zum Freizeitparadies – es gibt viel zu entdecken. Mit Sorgfalt hat Peter Dahm alte Bilder ausgewählt, und die dazu gehörigen Texte stammen aus der Feder von Klaus Fischer.

Die Route streift unter anderem die Staumauer, die Promenade in Delecke, den Stockumer Damm, Wamel, Völlinghausen sowie den Hevedamm und die Hevehalbinsel. Insgesamt rund 40 Fahrrad-Kilometer mit wunderbaren Ausblicken auf den See und gespickt mit interessanten Geschichten.